Shelly 2PM Gen4
Übersicht
Der Shelly 2PM Gen4 ist ein kompakter Unterputzschalter der vierten Generation, der seit März 2025 auf dem Markt ist und sich in der Rollladenschalter-Kategorie bereits an die Spitze gesetzt hat. Mit Maßen von gerade einmal 37 x 42 x 16 mm passt das Modul problemlos in eine Standard-Unterputzdose – was bei vollgepackten Installationsdosen ein echter Vorteil ist. Gegenüber dem Vorgänger bringt diese Generation Matter und Zigbee direkt mit, ohne dass ein separater Hub oder eine Bridge nötig wäre. Preislich siedelt sich dieser Unterputzschalter im soliden Mittelfeld des Smart-Home-Markts an, was das Angebot für viele Haushalte interessant macht.
Funktionen & Vorteile
Das Gen4-Modul bietet zwei vollständig unabhängige Schaltkanäle mit je 10 A, in der Summe bis zu 16 A – damit lassen sich gleichzeitig Rollläden, Lichtkreise oder andere Verbraucher steuern. Besonders praktisch ist die eingebaute Echtzeit-Leistungsmessung, die sowohl Spannung als auch Stromstärke erfasst und dabei hilft, Verbrauchsspitzen früh zu erkennen. Konnektivitätsseitig ist das Shelly-Relais gut ausgestattet: WLAN nach 802.11 b/g/n/ax, Bluetooth 5.0, Zigbee und Matter arbeiten parallel. Für Fortgeschrittene stehen MQTT, eigene Skripte und bis zu 20 Webhooks bereit. Der integrierte Temperatursensor rundet das Bild ab – alles bei einem Standby-Verbrauch von unter 1,4 W.
Ideal für
Dieser Unterputzschalter eignet sich besonders für Einsteiger, die ohne Hub-Investition in die Hausautomation starten möchten – Matter macht die Einbindung in bestehende Ökosysteme unkompliziert. Wer gleichzeitig Apple HomeKit, Google Home oder Amazon Alexa nutzt, profitiert von der breiten Plattformkompatibilität ohne Kompromisse. Technisch versierte Nutzer schätzen MQTT und die Skriptmöglichkeiten für individuelle Automatisierungen. Haushalte mit Rollläden oder Jalousien finden in dem Shelly-Relais eine kostengünstige Zentralsteuerung. Wichtig: Die Installation in der Unterputzdose erfordert grundlegende Elektrokenntnisse; wer unsicher ist, sollte einen Elektriker hinzuziehen.
Nutzer-Feedback
Mit einer Bewertung von 4,6 von 5 Sternen schneidet das Gen4-Modul unter Käufern sehr gut ab. Gelobt werden vor allem die unkomplizierte Montage, die stabile WLAN-Verbindung und die deutlich vereinfachte Einrichtung über Matter im Vergleich zu älteren Generationen. Mehrere Nutzer berichten von erfolgreicher Rolladenautomatisierung und nützlicher Energieüberwachung im Alltag. Kritisch angemerkt wird gelegentlich die fehlende potentialfreie Kontakte – wer diese für spezielle Schaltanwendungen benötigt, muss zu einem anderen Modell greifen. Die Shelly-App wird von manchen als gewöhnungsbedürftig beschrieben, bietet aber nach einer kurzen Einarbeitungszeit einen guten Funktionsumfang.
Vorteile
- Native Matter-Unterstützung ohne Hub – sofort kompatibel mit allen großen Plattformen.
- Zwei unabhängige Schaltkanäle in einem einzigen, sehr kompakten Modul.
- Echtzeit-Leistungsmessung hilft, Stromfresser im Haushalt gezielt aufzuspüren.
- Zigbee, WLAN und Bluetooth parallel verfügbar – maximale Flexibilität bei der Einbindung.
- MQTT und JavaScript-Skripting für individuelle Automatisierungen über die App hinaus.
- Standby-Verbrauch unter 1,4 W – auch bei vielen installierten Modulen kaum spürbar.
- Breite Plattformkompatibilität: Alexa, HomeKit, Google Home und SmartThings gleichzeitig nutzbar.
- Rollladensteuerung mit Positionierung in Prozent direkt über die Shelly-App konfigurierbar.
- Betrieb von -20 °C bis 40 °C macht das Relais auch für Garagen oder Außenbereiche tauglich.
Nachteile
- Keine potentialfreien Kontakte – für bestimmte Steuerungsanwendungen schlicht ungeeignet.
- App-Oberfläche erfordert eine spürbare Einarbeitungszeit, besonders für Einsteiger.
- Dokumentation und Support-Inhalte nicht durchgehend auf Deutsch verfügbar.
- Firmware-Updates können in Einzelfällen Matter-Konfiguration zurücksetzen und Neueinrichtung erfordern.
- WLAN-Reichweite in Altbauten mit massiven Wänden reicht nicht immer bis an die angegebenen 30 m.
- Keine Leistungsmessung im DC-Betrieb – Voltmeter und Amperemeter nur für AC-Anwendungen.
- Für reine Schaltaufgaben ohne Energiemessung existieren günstigere Alternativen am Markt.
- Gelegentliche Timingfehler bei Rollladenmotoren mit sehr kurzen Verfahrwegen gemeldet.
Bewertungen
Der Shelly 2PM Gen4 wird hier auf Basis einer KI-gestützten Analyse tausender verifizierter Käuferbewertungen aus mehreren Märkten bewertet – Spam und bezahlte Rezensionen wurden dabei herausgefiltert. Die Scores spiegeln ein ausgewogenes Bild wider: Stärken wie die breite Protokollunterstützung und die kompakte Bauform werden genauso berücksichtigt wie reale Schwachstellen, etwa fehlende potentialfreie Kontakte oder die Lernkurve bei der App.
Installation & Montage
WLAN-Stabilität & Reichweite
Matter & Zigbee Einrichtung
App-Bedienung (Shelly Smart Control)
Echtzeit-Leistungsmessung
Rollladensteuerung
Preis-Leistungs-Verhältnis
Verarbeitungsqualität
Automatisierung & Skripting
Kompatibilität mit Smart-Home-Plattformen
Energieeffizienz im Betrieb
Fehlende potentialfreie Kontakte
Firmware & Update-Verhalten
Geeignet für:
Der Shelly 2PM Gen4 ist eine starke Wahl für Hausbesitzer und Mieter mit Elektrikerkenntnissen, die ihr Zuhause schrittweise automatisieren möchten, ohne sich an ein bestimmtes Smart-Home-Ökosystem zu binden. Besonders profitieren Nutzer, die Rollläden oder Jalousien zentral steuern und gleichzeitig den Stromverbrauch einzelner Verbraucher im Blick behalten wollen. Wer bereits Apple HomeKit, Google Home oder Alexa nutzt, kann das Relais ohne zusätzliche Hardware direkt einbinden. Technisch versierte Anwender, die mit MQTT, eigenen Skripten oder Webhooks arbeiten, werden die Tiefe der Konfigurationsmöglichkeiten schätzen. Das Modul eignet sich auch gut für gemischte Haushalte, in denen verschiedene Plattformen parallel laufen, da die native Matter-Unterstützung eine plattformübergreifende Einbindung ohne Umwege ermöglicht.
Nicht geeignet für:
Der Shelly 2PM Gen4 ist keine geeignete Wahl für Anwender, die potentialfreie Kontakte benötigen – etwa für industrielle Steuerungen, Niederspannungssignale oder bestimmte Gebäudetechnik-Szenarien. Wer keine Erfahrung mit 230-V-Elektroinstallationen hat, sollte das Modul nicht selbst verbauen, sondern zwingend einen Elektriker beauftragen. Für sehr einfache Schaltaufgaben ohne Interesse an Energiemessung oder Automatisierung gibt es günstigere Alternativen auf dem Markt. Nutzer, die ausschließlich auf Zigbee-Hubs wie bestimmte ältere Deconz- oder ZHA-Installationen setzen, sollten vorab die Kompatibilität ihrer Firmware prüfen, da die Einbindung in Drittanbieter-Systeme gelegentlich zusätzliche Konfigurationsschritte erfordert. Wer eine schlüsselfertige, absolut intuitive Plug-and-play-Lösung ohne jede Einarbeitungszeit erwartet, könnte von der App-Lernkurve enttäuscht werden.
Spezifikationen
- Abmessungen: Das Modul misst 37 x 42 x 16 mm bei einem Gewicht von ca. 30 g und passt damit in handelsübliche Unterputzdosen.
- Schaltkanäle: Zwei unabhängige Kanäle mit je 10 A AC-Schaltstrom, kombiniert maximal 16 A AC (Spitzenwert 18 A) oder 10 A DC.
- Stromversorgung: Betrieb an 110–240 V~ (±10 %) Wechselstrom oder 24 V DC möglich.
- Standby-Verbrauch: Im Dauerbetrieb verbraucht das Relais weniger als 1,4 W.
- WLAN: Unterstützt 802.11 b/g/n/ax im 2,4-GHz-Band mit einer Reichweite von bis zu 30 m in Innenräumen.
- Bluetooth: Bluetooth 5.0 im Frequenzband 2402–2480 MHz, Reichweite bis zu 10 m in Innenräumen.
- Zigbee: Zigbee 802.15.4 im Bereich 2400–2483,5 MHz mit einer Reichweite von bis zu 100 m in Innenräumen.
- Matter: Native Matter-Unterstützung direkt ab Werk, kein externer Hub oder eine Bridge erforderlich.
- Leistungsmessung: Integriertes Voltmeter und Amperemeter für Echtzeit-Messung von Spannung und Stromstärke im AC-Betrieb.
- Temperatursensor: Eingebauter Innentemperatursensor zur Überwachung der Modultemperatur und als Basis für Automatisierungsregeln.
- Mikrocontroller: Verbaut ist ein ESP-Shelly-C68F mit 8 MB Flash-Speicher für Skripting und lokale Verarbeitung.
- Automatisierung: Unterstützt bis zu 20 Webhooks mit je 5 URLs, JavaScript-Skripting sowie MQTT für komplexe Automatisierungsszenarien.
- Betriebstemperatur: Zugelassener Betriebsbereich von -20 °C bis +40 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30–70 %.
- Montage: Ausgelegt für die Unterputzmontage in einer Standard-Wanddose mit Schraubklemmen-Anschluss.
- Zertifizierung: Das Modul ist RoHS-zertifiziert und erfüllt damit die EU-Anforderungen zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektrogeräten.
- Kompatibilität: Kompatibel mit Alexa, Apple HomeKit, Google Home und SmartThings ohne zusätzliche Bridge oder Hub-Hardware.
- Material: Gehäuse aus Kunststoff (Plastik) in Schwarz mit Schraubklemmen aus Metall für die Leitungsverbindung.
- Lieferumfang: Im Lieferumfang ist ausschließlich ein Exemplar des Moduls enthalten, ohne Batterien oder weiteres Zubehör.