Shelly 1 Gen4
Übersicht
Der Shelly 1 Gen4 ist ein kompaktes WLAN-Relais, das sich unauffällig hinter bestehenden Wandschaltern oder in Verteilerdosen verstauen lässt – und dabei deutlich mehr kann, als der Name vermuten lässt. Der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz liegt im potentialfreien Kontakt: Damit lassen sich nicht nur Lampen, sondern auch Garagentore, Heizkessel oder Türklingeln steuern. Neu in dieser Generation ist die direkt integrierte Unterstützung für Matter und Zigbee, ohne dass ein separater Hub nötig wäre. Wer bisher auf den Vorgänger gesetzt hat, bekommt hier spürbar mehr Konnektivität bei gleicher Bauform.
Funktionen & Vorteile
Technisch zeigt sich der smarte Unterputzschalter durchaus großzügig ausgestattet. Mit einem Schaltstrom von 16 A im AC-Betrieb ist er für die meisten Haushaltsanwendungen mehr als ausreichend, auch für stromhungrige Verbraucher wie Heizkörper oder Motorantriebe. Die vier Kommunikationswege – WLAN, Bluetooth 5.0, Zigbee und Matter – machen ihn fit für nahezu jede Smart-Home-Plattform, von Alexa über Apple HomeKit bis hin zu Home Assistant. Fortgeschrittene Nutzer schätzen die MQTT-Unterstützung und die Möglichkeit, eigene Skripte direkt auf dem Modul auszuführen. Der interne Temperatursensor und der Eigenverbrauch von unter einem Watt runden das Bild ab.
Ideal für
Dieses WLAN-Relais trifft eine breite Zielgruppe, aber nicht jede. Einsteiger profitieren davon, dass kein Gateway benötigt wird – App installieren, Modul einbinden, fertig. Gleichzeitig fühlen sich Tüftler wohl: Wer MQTT-Broker betreibt oder Automatisierungen in Home Assistant baut, findet hier solide Grundlagen. Besonders stark ist der potentialfreie Einsatz – also überall dort, wo kein klassischer Schaltkontakt mit Netzspannung gefragt ist, etwa bei Garagentoren oder Heizkesseln. Wer lediglich eine einfache smarte Steckdose sucht, ist mit einem anderen Formfaktor besser bedient. Wichtig zu wissen: Ein Neutralleiter ist zwingend erforderlich, was in älteren Installationen nicht immer gegeben ist.
Nutzer-Feedback
Das Shelly-Modul der vierten Generation kommt bei frühen Käufern gut an – die durchschnittliche Bewertung von 4,6 von 5 Sternen spricht eine klare Sprache. Besonders positiv hervorgehoben werden die unkomplizierte Einrichtung über die App und die stabile Verbindung im Alltag. Kritischer wird die Neutralleiterpflicht gesehen: Wer in einem Altbau ohne diesen Leiter nachrüsten möchte, steht vor einem echten Problem. Vereinzelt fragen Nutzer nach der tatsächlichen Zigbee-Reichweite in der Praxis – hier liefert das Modul solide, aber keine außergewöhnlichen Werte. Gegenüber dem Gen3 ist der Sprung zu Matter der greifbarste Mehrwert für alle, die auf eine plattformübergreifende Smart-Home-Strategie setzen.
Vorteile
- Potentialfreier Kontakt ermöglicht die Steuerung von Garagentoren, Heizkesseln und Türöffnern.
- Vier Funkstandards (WLAN, Bluetooth, Zigbee, Matter) in einem einzigen Modul.
- Kein Hub oder Gateway erforderlich – direkt einsatzbereit mit allen großen Sprachassistenten.
- Extrem kompakte Bauform passt in nahezu jede Standard-Unterputzdose.
- MQTT und Scripting direkt auf dem Gerät für fortgeschrittene Automatisierungen.
- Eigenverbrauch unter einem Watt – dauerhaft aktiv ohne nennenswerte Stromkosten.
- Matter-Integration ab Werk – zukunftssicher für plattformübergreifende Smart-Home-Umgebungen.
- Stabile WLAN-Verbindung und einfache Einrichtung über die Shelly App.
- Breite Kompatibilität mit Alexa, Google Home, Apple HomeKit und SmartThings.
Nachteile
- Neutralleiter zwingend erforderlich – in Altbauten oft nicht vorhanden.
- Keine integrierte Leistungsmessung für den geschalteten Verbraucher.
- Zigbee-Reichweite in großen Gebäuden ohne Mesh-Netz schnell begrenzt.
- MQTT und Scripting sind für Einsteiger ohne Vorkenntnisse kaum zugänglich.
- Matter- und Zigbee-Einrichtung weniger intuitiv dokumentiert als die Standard-WLAN-Methode.
- Innentemperatursensor misst Modultemperatur, nicht zuverlässig die Raumtemperatur.
- Langzeitdaten zur Haltbarkeit fehlen noch – Gerät ist erst seit März 2025 erhältlich.
- Bei schwachem 2,4-GHz-Signal kann die WLAN-Reichweite im Innenbereich zum Problem werden.
Bewertungen
Der Shelly 1 Gen4 wurde auf Basis tausender verifizierter Käuferbewertungen aus verschiedenen Märkten analysiert – Spam-Rezensionen und incentiviertes Feedback wurden dabei systematisch herausgefiltert. Die nachfolgenden Scores spiegeln ein ausgewogenes Bild wider, das sowohl die klaren Stärken dieses WLAN-Relais als auch die Punkte benennt, an denen echte Nutzer Abstriche machen mussten.
Einrichtung & Inbetriebnahme
WLAN-Stabilität & Verbindungszuverlässigkeit
Matter- & Zigbee-Kompatibilität
Potentialfreier Kontakt & Schaltleistung
Preis-Leistungs-Verhältnis
Installationsvoraussetzungen
App-Funktionsumfang
MQTT & Scripting für Fortgeschrittene
Bauform & Montagefreundlichkeit
Sprachsteuerung & Plattformintegration
Temperatursensor
Energieeffizienz
Verarbeitungsqualität & Langlebigkeit
Geeignet für:
Der Shelly 1 Gen4 ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die ihr Zuhause schrittweise smart nachrüsten möchten, ohne sich an ein proprietäres Ökosystem zu binden. Besonders profitieren Heimwerker und Smart-Home-Enthusiasten, die Garagentore, Heizkessel oder Türöffner per App und Sprachbefehl steuern wollen – genau das ist der Kernvorteil des potentialfreien Kontakts. Wer bereits Alexa, Google Home oder Apple HomeKit nutzt, kann dieses WLAN-Relais ohne zusätzlichen Hub direkt einbinden. Technisch versierte Nutzer, die Home Assistant betreiben oder eigene Automatisierungen per MQTT und Scripting aufbauen wollen, finden hier eine solide und flexible Grundlage. Auch für Haushalte, die langfristig auf Matter als einheitlichen Smart-Home-Standard setzen, ist der smarte Unterputzschalter eine zukunftssichere Investition.
Nicht geeignet für:
Wer in einem Altbau wohnt, sollte vor dem Kauf unbedingt prüfen, ob in der geplanten Unterputzdose ein Neutralleiter vorhanden ist – ohne ihn ist eine Installation schlicht nicht möglich, und das ist keine seltene Situation in deutschen Bestandsgebäuden. Der Shelly 1 Gen4 ist außerdem nicht die richtige Wahl für alle, die lediglich eine einfache Steckdose oder Tischleuchte smart machen möchten; für solche Szenarien ist ein simpler Smart-Plug die einfachere und günstigere Lösung. Wer eine integrierte Leistungsmessung des angeschlossenen Verbrauchers benötigt, wird hier enttäuscht – diese Funktion fehlt komplett. Auch Personen, die keine Berührungspunkte mit Elektroinstallation haben und keinen Elektriker beauftragen möchten, sollten bedenken, dass Arbeiten hinter dem Wandschalter Fachkenntnis und Sorgfalt erfordern. Für industrielle Anwendungen mit höheren DC-Lastanforderungen ist das Modul ebenfalls nicht ausgelegt.
Spezifikationen
- Schaltstrom AC: Das Modul schaltet Wechselstromlasten mit bis zu 16 A bei 240 V~, was für die meisten Haushaltsverbraucher ausreichend ist.
- Schaltstrom DC: Im Gleichstrombetrieb sind maximal 10 A bei 30 V⎓ zulässig, geeignet für Niederspannungsanwendungen wie Garagentorantriebe.
- Stromversorgung: Das Gerät wird mit 110–240 V~ (Wechselstrom) oder 24–48 V⎓ bzw. 12 V⎓ (Gleichstrom) betrieben und ist damit international einsetzbar.
- Eigenverbrauch: Im Betrieb verbraucht das Modul weniger als 1 W, was bei dauerhaftem Einsatz im Smart Home kaum ins Gewicht fällt.
- WLAN: Unterstützt wird WLAN nach IEEE 802.11 b/g/n/ax im 2,4-GHz-Band mit einer Reichweite von bis zu 30 m in Innenräumen und 50 m im Freien.
- Bluetooth: Bluetooth 5.0 ist integriert und ermöglicht die direkte Ersteinrichtung per Smartphone sowie lokale Steuerung auf bis zu 10 m in Innenräumen.
- Zigbee: Das Modul unterstützt Zigbee nach IEEE 802.15.4 im 2,4-GHz-Band mit einer Reichweite von bis zu 100 m in Innenräumen und 300 m im Freien.
- Matter: Matter ist ab Werk integriert und erlaubt die plattformübergreifende Einbindung ohne zusätzlichen Hub oder Bridge.
- Mikrocontroller: Verbaut ist ein ESP-Shelly-C68F mit 8 MB Flash-Speicher, der Scripting und lokale Logik direkt auf dem Gerät ermöglicht.
- Abmessungen: Das Gehäuse misst 37 × 42 × 16 mm (±0,5 mm) und passt damit in Standard-Unterputzdosen sowie hinter herkömmliche Wandschalter.
- Gewicht: Mit 26 g ist das Modul sehr leicht und lässt sich auch in beengten Installationssituationen problemlos handhaben.
- Potentialfreier Kontakt: Der potentialfreie Ausgang ermöglicht das Schalten von Niederspannungskreisen und galvanisch getrennten Lasten wie Garagentoren oder Heizkesseln.
- Temperatursensor: Ein interner Temperatursensor überwacht die Betriebstemperatur des Moduls und kann für einfache Automatisierungen genutzt werden.
- Neutralleiter: Für den Betrieb ist ein Neutralleiter (N) zwingend erforderlich; eine Installation ohne Neutralleiter ist nicht möglich.
- Webhooks: Es stehen bis zu 20 Webhooks mit je 5 URLs pro Hook zur Verfügung, um externe Dienste und Systeme automatisch anzusteuern.
- MQTT & Scripting: Das Modul unterstützt MQTT sowie eigene JavaScript-basierte Skripte, die lokal auf dem Gerät ausgeführt werden.
- Montage: Die Montage erfolgt in einer Unterputzdose oder Verteilerdose; eine Hutschienenmontage ist nicht vorgesehen.
- Umgebungstemperatur: Das Gerät ist für den Betrieb bei -20 °C bis +40 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 % bis 70 % ausgelegt.
- Zertifizierung: Das Modul ist RoHS-zertifiziert und erfüllt damit die europäischen Anforderungen zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektrogeräten.
- Lieferumfang: Im Lieferumfang ist ausschließlich das Relaismodul enthalten; Klemmen sind als Schraubanschlüsse ausgeführt, Werkzeug liegt nicht bei.